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Aufgrund eines Verdachts auf Kriegsschuld sperrt das Kryptounternehmen Tether Konten


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    Wegen mutmaßlicher Beihilfe zur Finanzierung der Kämpfe in Israel und der Ukraine hat die Kryptowährungsfirma Tether 32 Konten eingefroren. In diesen Wallets, die mit "Terrorismus und Krieg" in Verbindung gebracht würden, lägen Kryptowährungen im Volumen von gut 873.000 Dollar, teilt der Anbieter der gleichnamigen Internet-Devise mit. Tether betonte, eng mit Strafverfolgern weltweit zusammenzuarbeiten, um "mit Hilfe von Kryptowährungen finanzierten Terrorismus und Krieg zu bekämpfen". Details nennt die Firma nicht.

    +++ 20:44 USA: Alle versprochenen Abrams-Panzer angekommen +++
    Die USA haben alle zuvor zugesagten 31 Abrams-Panzer an die Ukraine geliefert, sagt der Sprecher des U.S. Army Europe and Africa Command, Martin O'Donnell, der Voice of America. Die ukrainischen Soldaten, die mit den US-Truppen in Deutschland an den Abrams ausgebildet wurden, seien ebenfalls in die Ukraine zurückgekehrt, zusammen mit Munition und Panzerersatzteilen, so O'Donnell. "Wir haben unseren Teil der Abmachung erfüllt. Von nun an ist es an ihnen (der Ukraine), zu entscheiden, wann und wohin sie diese einsetzen wollen", sagt der US-Militärs, wie die Voice of America zitiert.

    +++ 19:51 Milliardenschäden durch Zerstörung von Kachowka-Staudamm +++
    Die Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Südosten der Ukraine verursacht nach Berechnungen der UNO und der ukrainischen Regierung Schäden von fast 14 Milliarden Dollar (gut 13 Milliarden Euro). "Die nackten Zahlen sprechen für sich", sagt in Kiew der stellvertretende Vertreter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) in der Ukraine, Christophoros Politis. Die Schäden durch die Staudamm-Zerstörung seien gewaltig. Der in russisch besetztem Gebiet liegende Staudamm am Fluss Dnipro war am 6. Juni zerstört worden, riesige Mengen Wasser traten aus und überschwemmten großflächige Gebiete. Moskau und Kiew bestreiten beide, für den Dammbruch verantwortlich zu sein.

    +++ 19:27 Selenskyj erwartet baldige Verhandlungen über EU-Aufnahme +++
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach eigenen Worten noch in diesem Jahr die ersten Verhandlungen über die Aufnahme seines Landes in die EU. In seiner allabendlichen Videoansprache erklärt er, dass das ukrainische Parlament den dazu notwendigen Beschluss gefasst habe und er nun auf den Gesetzestext warte, um ihn zu unterzeichnen. "Unsere Aufgabe bleibt unverändert: Wir wollen bereit sein, noch in diesem Jahr die Verhandlungen über die Mitgliedschaft der Ukraine in der EU aufzunehmen", sagt er. "Wir leisten den ukrainischen Teil der Arbeit dafür und werden dies auch tun", fügt er hinzu. Von den Staats- und Regierungschefs der EU-Länder erwarte die Ukraine wiederum eine politische Entscheidung zur Aufnahme der Verhandlungen.

    +++ 18:52 RUSI: Satellitenbilder belegen nordkoreanische Munitionslieferungen an Russland +++
    Einem Bericht zufolge hat es Munitionslieferungen von Nordkorea an Russland gegeben. In einem neuen Bericht wird der Transfer von Munition aus Pjöngjang über Russland in ein neu errichtetes Munitionsdepot in Krasnodar in der Nähe der Ukraine beschrieben. Der britischen Denkfabrik Royal United Services Institute (RUSI) zufolge zeigt die Auswertung von Satellitenbildern, die Routen und das neu entstandene Munitionslager in Krasnodar in der Nähe der Ukraine. Mit den beiden russischen Schiffe "Angara" und "Maria" seien zwischen Mitte August und Anfang Oktober Hunderte Container zwischen dem nordkoreanischen Hafen Rajin und dem russischen Hafen Dunai unterwegs gewesen. Die Route der Container lasse sich RUSI zufolge dann über den Schienenweg bis hin zu einem stetig wachsenden Munitionslager im russischen Tichorezk verfolgen. Dass es sich um ein Munitions- bzw. Waffenlager handelt, sollen Erdbermen zwischen den einzelnen Lagereinheiten zeigen. Diese sollen verhindern, dass bei einer Explosion andere Teile des Lagers Feuer fangen.Russland streitet ab, Munition aus Nordkorea erhalten zu haben.

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    (Foto: RUSI/Planet)

    +++ 18:18 Selenskyj bestätigt Einsatz von ATACMS-Raketen +++
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den Einsatz der von den USA gelieferten ATACMS-Langstreckenraketen. "Heute sind wir den Vereinigten Staaten besonders dankbar. Unsere Vereinbarungen mit Präsident Biden werden umgesetzt. Sie werden sehr genau umgesetzt - die ATACMS haben sich bewährt", so Selenskyj.

    +++ 17:29 Selenskyj sieht Erfolge an der Front +++
    Nach einer Sitzung des ukrainischen Generalstabs hebt Präsident Wolodymyr Selenskyj Erfolge seiner Truppen im Kampf gegen die russischen Besatzer hervor. "Es gibt Ergebnisse", sagt er in einer Videomitteilung, ohne Details zu nennen. "Wir haben ein Ergebnis in unseren Fortschritten, das Ergebnis der Angriffsoperationen unserer Jungs, und das ist die wichtigste Nachricht für unser Land." Die Ukraine brauche solche Ergebnisse "jeden Tag, jede Woche". Jeder zurückgelegte Kilometer, jede überwundene Verteidigungslinie der Besatzer zähle. "Die Beständigkeit unserer Ergebnisse bedeutet die Beständigkeit der Unterstützung der Welt für die Ukraine." Kurz zuvor hatte die ukrainische Militärführung von neuen Geländegewinnen im zentralukrainischen Bezirk Saporischschja berichtet.

    +++ 17:02 WSJ: USA haben der Ukraine ATACMS-Raketen "heimlich" geliefert +++
    Die USA haben der Ukraine Medienberichten zufolge Raketen mit großer Reichweite vom Typ ATACMS geliefert. Das "Wall Street Journal" und der Nachrichtensender CNN berichten unter Berufung auf informierte Kreise und US-Regierungsvertreter, die "heimliche" Lieferung sei kürzlich erfolgt. Laut "Wall Street Journal" setzte die Ukraine am Dienstag erstmals solche Raketen gegen Russland ein. Die Ukraine dringt schon seit geraumer Zeit auf eine Lieferung von Raketen mit größerer Reichweite. Die USA zeigten sich bei dem Thema aber äußerst zurückhaltend - so wie Deutschland bei Marschflugkörpern vom Typ Taurus.

    +++ 16:30 Beschädigte Leopard-Panzer werden in Litauen repariert +++
    Das litauische Militär beginnt mit der Reparatur von Leopard-Panzern aus deutscher Produktion, die an der ukrainischen Front beschädigt wurden. Das teilt das litauische Verteidigungsministerium mit. "Die Panzer werden auf das Schlachtfeld zurückkehren, sobald ihre technischen Fähigkeiten wiederhergestellt sind", schreibt das Ministerium auf X, ehemals Twitter. Es machte keine Angaben dazu, wie viele Fahrzeuge im Land repariert werden.

    +++ 15:51 Deutschland unterstützt Ukraine bei Reparatur der Strominfrastruktur +++
    Deutschland unterstützt die Ukraine bei der Reparatur der Strom-Infrastruktur. Die Entwicklungsbank KfW unterzeichnet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Vertrag mit dem ukrainischen staatlichen Energieversorger Ukrenerho für einen Zuschuss von 76 Millionen Euro zur Behebung von Kriegsschäden im ukrainischen Stromnetz und bei Umspannstationen. Auch Maßnahmen zur Erreichung einer höheren Energieeffizienz des gesamten Netzes sind demnach vorgesehen, heißt es in einer Mitteilung der KfW.

    +++ 15:24 Staatsduma ebnet Weg für mögliche russische Atomwaffentests +++
    Russland beginnt offiziell mit dem Ausstieg aus einem weiteren internationalen Sicherheitsvertrag und will damit erstmals seit Jahrzehnten wieder Atomwaffentests ermöglichen. Die Staatsduma verabschiedet in erster von drei Lesungen ein Gesetz, mit dem Russlands Ratifizierung des globalen Vertrags über den Stopp von Nukleartests (CTBT) zurückgezogen wird. Die zweite Lesung ist an diesem Mittwoch geplant, die letzte Lesung am Donnerstag. Es wird erwartet, dass Kremlchef Wladimir Putin den Austritt aus dem Vertrag dann per Unterschrift rasch formalisiert. Damit kann Russland bald erstmals seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder Kernwaffen testen. Der letzte Atomwaffentest liegt 33 Jahre zurück - am 24. Oktober 1990.

    +++ 15:00 Dank "Waschsalon": Russlands Diamantenhandel finanziert Kriegsmaschinerie +++
    Große Marken wie Cartier und Tiffany behaupten, keine russischen Diamanten zu verkaufen - einem Bericht zufolge führen sie ihre Kunden aber in die Irre. Laut einer Untersuchung des "Kyiv Independent" landen russische Steine sehr wahrscheinlich in den Schmuckstücken der großen Luxusfirmen, die deren Herkunft beschönigen sollen. Statt durch die Sanktionen gestoppt zu werden, hätten russische Diamanten nur ihre Route geändert, heißt es in dem Bericht. Statt über die EU, wo Vorschriften für eine gewisse Transparenz sorgen, werden die meisten russischen Diamanten nun über Dubai verkauft, das von Brancheninsidern als "Waschsalon" des Diamantenmarktes bezeichnet wird. Große Luxusmarken kaufen dort von Zwischenhändlern, die wissentlich oder unwissentlich Diamanten aus Russland erwerben, sagen Brancheninsider. Import-Export-Daten, die von der ukrainischen Zeitung analysiert wurden, sollen das belegen. Der größte russische Exporteur Alrosa sponsert unter anderem ein U-Boot, das Teil der russischen Schwarzmeerflotte ist und Kalibr-Raketen trägt. Solche Raketen wurden in großem Umfang gegen ukrainische Städte eingesetzt, wobei Zivilisten getötet wurden.

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    +++ 14:37 Europaparlament stimmt für Milliardenhilfen für die Ukraine +++
    Das Europaparlament stimmt mit großer Mehrheit für Milliardenhilfen der EU für die Ukraine. Für den Wiederaufbau des Landes infolge des russischen Angriffskrieges soll die Ukraine in den kommenden vier Jahren insgesamt 50 Milliarden Euro erhalten. Für das Hilfspaket stimmen die Abgeordneten am Dienstag mit 512 Stimmen, bei 45 Gegenstimmen und 63 Enthaltungen. "Das ist ein starkes Zeichen unserer Unterstützung und unserer Solidarität", erklärt der zuständige Berichterstatter im Europaparlament, Michael Gahler. Der beschlossene Entwurf sehe Kontrollen vor, um "jede Unterschlagung, jede Verschwendung und jede Korruption" zu verhindern, fügte Gahler hinzu. Die Ukraine soll für das Hilfspaket einen Wiederaufbauplan vorlegen, die EU-Kommission soll die Verteilung der Gelder absegnen. Die EU-Abgeordneten schlagen zudem vor, beschlagnahmte Vermögen russischer Staatsbürger und Unternehmen für die Ukraine zu verwenden.

    +++ 14:23 Kreml-Sprecher: Putin bei Präsidentschaftswahl "konkurrenzlos" +++
    Der russische Präsident Wladimir Putin muss nach Einschätzung seines Sprechers keine Konkurrenz fürchten bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Putin sei "zweifellos die Nummer eins" in Russland, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen während eines China-Besuchs des Präsidenten. "Meiner persönlichen Meinung nach hat er im Moment keine Rivalen und kann in der Russischen Föderation auch keine haben", sagt er. Putin hat offiziell noch nicht bekannt gegeben, ob er bei der Wahl im Frühjahr 2024 erneut kandidiert. Der 71-Jährige will seine Entscheidung bis Ende des Jahres verkünden. Die Wahl könnte russischen Medienberichten zufolge am 17. März stattfinden, das Parlament legt das Datum Ende des Jahres fest.

    +++ 13:59 "Operation Dragonfly" - Ukraine gelingt wohl massiver Schlag auf russische Luftwaffenstützpunkte +++
    Die Anzeichen verdichten sich, dass die vorhin bereits erwähnten Verluste durch Angriffe auf russische Luftwaffenstützpunkte nahe den besetzten Städten Luhansk und Berdjansk tatsächlich schwerwiegend ausgefallen sein könnten (Eintrag von 10:59 Uhr). Der Telegram-Kanal der Spezialeinheiten der Streitkräfte der Ukraine berichtet mittlerweile von neun zerstörten Hubschraubern verschiedener Modifikationen. Zudem soll Spezialausrüstung zerstört worden sein, die sich auf den Flugplätzen befand, genau wie ein Luftabwehr-System. Zwei Munitionsdepots seien in Flammen aufgegangen. Den Angaben nach haben auch die Landebahnen Beschädigungen davongetragen. Kiew beziffert die Zahl der seit dem russischen Großangriff zerstörten Helikopter bislang insgesamt auf 317. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Unter anderem in russischen Kanälen wird spekuliert, dass ATACMS-Raketen dieses Mal im Spiel gewesen sein könnten. Dafür gibt es keine Bestätigung. Bislang ist nur bekannt, dass die USA der Ukraine welche zur Verfügung stellen wollen. Der ukrainische Präsident Selenskyj teilt am Mittag auf seinem Telegram-Kanal mit: "Ich bin auch denjenigen dankbar, die die Logistik und die Stützpunkte der Besatzer auf unserem Land zerstören. Es gibt Ergebnisse. Ich bin einigen unserer Partner dankbar: wirksame Waffen, wie wir vereinbart haben."

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    +++ 13:29 Putin trifft erstmals in diesem Jahr Regierungschef aus der EU - und ist "zufrieden" +++
    Kremlchef Wladimir Putin und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sind am Rande eines Besuchs in Peking zusammengekommen. Putin spricht bei diesem ersten Treffen mit einem Regierungschef eines EU-Staates in diesem Jahr von "Genugtuung", dass es trotz der Spannungen mit dem Westen noch Länder in Europa gebe, die zu Russland Kontakt hielten. Orban, der Putin auch vor Beginn des Krieges voriges Jahr im Februar in Moskau besucht hat, spricht laut russischer Übersetzung von einem "schwierigen" Treffen in Peking. Trotz der Sanktionen der EU im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine versuche Budapest, an bilateralen Kontakten mit Moskau zu retten, was möglich sei, sagt Orban. Ungarn erhält von Russland anders als Deutschland noch Pipeline-Gas. Orban lobt den russischen Staatsmedien zufolge, dass neben dem Energieriesen Gazprom auch der Atomkonzern Rosatom ein guter Partner bleibe. Ungarn wolle die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland fortsetzen. Putin zeigt sich betont "zufrieden".

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    +++ 12:50 "Putin freut sich mächtig" - Munz: Ukraine- und Israel-Krieg "gehören zusammen" +++
    Die Eskalation in Israel bewirkt, worauf Kreml-Chef Putin lange wartet: Sein Angriffskrieg gegen die Ukraine rückt in den Hintergrund. Für Russland, wie auch für China, ist die Situation im Nahen Osten ein weiteres Puzzleteil im globalen Konflikt mit dem Westen, erklärt ntv-Korrespondent Rainer Munz:

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    +++ 12:06 London: Moskau hat "wahrscheinlich die bedeutendste Offensive" seit Anfang des Jahres gestartet +++
    Das britische Verteidigungsministerium stuft die Attacken Russlands im Osten der Ukraine als womöglich größte Angriffswelle seit Monaten ein. "Russland hat höchstwahrscheinlich eine koordinierte Offensive an mehreren Achsen im Osten der Ukraine begonnen", teilen die Briten mit. Die Kreml-Streitkräfte greifen seit Längerem vehement die Stadt Awdijiwka an. Nach Einschätzung von London könnten mehrere Panzerbataillone versuchen, die Stadt zu umzingeln. "Es ist wahrscheinlich die bedeutendste Offensive Russlands seit mindestens Januar 2023." Verschanzte ukrainische Streitkräfte hätten bisher wohl einen Vormarsch verhindert, teilen die Briten mit. Laut Institut für Kriegsstudien (ISW) soll die russische Seite zuletzt nur kleinere Erfolge bei Awdijiwka erzielt haben (Eintrag von 07:35 Uhr).

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    +++ 11:39 "Reformschritte sind beeindruckend" - Deutschland macht Moldau Millionen-Versprechen +++
    Deutschland wird der Republik Moldau im kommenden Jahr 95 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Bemühungen des Landes auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union zu unterstützen. Das kündigt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei der Moldau-Unterstützerkonferenz in Chisinau an. "Der Weg Moldaus in die Europäische Union ist ein Weg, den wir gemeinsam gehen", sagt Baerbock. "Die Reformschritte im Lichte des russischen Angriffskriegs sind beeindruckend, dabei wollen wir weiter unterstützen."

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    +++ 10:59 Angriff auf russische Luftwaffenstützpunkte könnte zu schweren Verlusten geführt haben +++
    Die von der Ukraine vermeldeten Angriffe auf Luftwaffenstützpunkte in der Nähe der besetzten Städte Luhansk und Berdjansk (Eintrag von 08:08 Uhr) könnten der russischen Seite schwere Verluste zugefügt haben. Der ukrainische Generalstab spricht mittlerweile davon, dass man zwei Hubschrauber an ihren Landeplätzen, ein Munitionslager und ein Artilleriefahrzeug getroffen habe. Auch ein der russischen Luftwaffe nahestehender Telegram-Kanal schreibt von einer "schweren" Attacke und Verlusten an Menschen und Ausrüstung. Es sei "kein guter Morgen", heißt es zudem. Bei einem Angriff auf einen Militärflughafen in Berdjansk im Februar wurden rund 100 russische Soldaten getötet.

    +++ 10:39 Russland baut Beziehungen zu Nordkorea aus - und bestreitet Waffenlieferungen +++
    Moskau weist US-Angaben über Waffenlieferungen aus Nordkorea nach Russland zurück. Richtig sei, dass Russland seine Beziehungen zu seinem Nachbarn Nordkorea ausbaue, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur TASS zufolge. Das US-Präsidialamt hat am Freitag seine Besorgnis darüber geäußert, dass Nordkorea Russland zwischen dem 7. September und dem 1. Oktober Waffen geliefert habe. Aus Satellitenbildern gehe hervor, dass in dieser Zeit eine Lieferung von einem nordkoreanischen Munitionslager zunächst auf ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff verladen und dann mit der Bahn zu einem Lager an der russischen Südwestgrenze nahe der Ukraine weitertransportiert worden sei. Peskow erklärt nun, die USA hätten keine Belege für derartige Waffenlieferungen vorgelegt.

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    +++10:09 Ukraine greift bei der Krim an - Russland meldet Abschüsse +++
    Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht acht ukrainische Drohnen nahe der annektierten Halbinsel Krim abgewehrt. Die Drohnen seien abgeschossen oder "mit Mitteln der elektronischen Kriegsführung" außer Gefecht gesetzt worden, schreibt der Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, bei Telegram. Drei weitere Drohnen werden nach Angaben der örtlichen Behörden am Vorabend in der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod abgeschossen. Vor dem Hintergrund der ukrainischen Gegenoffensive haben die Drohnenangriffe auf das russische Territorium und die annektierte Krim-Halbinsel in den vergangenen Wochen zugenommen.

    +++ 09:41 Sabotageaktionen des Untergrunds gegen Russland: "Jeden Tag riskieren Ukrainer ihr Leben" +++
    Viele Einwohner der Ukraine in den von Russland besetzten Gebieten versuchen, ihrem Heimatland bei der Bekämpfung der Invasoren zu helfen, nicht nur mit Giftanschlägen oder Sabotageaktionen auf Bahnstrecken (Eintrag von 08:48 Uhr). "Jeden Tag riskieren Ukrainer in den vorübergehend besetzten Gebieten ihr Leben, um zur Vernichtung des Feindes beizutragen", heißt es in einem Beitrag vom Nationalen Widerstandszentrum. "Beispielsweise führen die Ukrainer unsere Luftaufklärer zu Orten, an denen feindliche Ausrüstung konzentriert ist, und zu anderen strategischen Zielen." Als Beispiel für eine "erfolgreiche Koordination" sind Fotos von Bahnanlagen zu sehen. Gemeldet werden können "Feinde" über eine Telegram-Seite mit dem Namen "Stoppt den russischen Krieg". Auch Russland wirbt immer wieder Menschen in der Ukraine zu Spionagezwecken an, damit diese Ziele melden. Ukrainische Geheimdienste berichten regelmäßig von Festnahmen solcher Personen. Kürzlich wurde eine Frau wegen Spionage von einem Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt.

    +++ 08:48 Nächster Schlag des Widerstands? Angebliche Massenvergiftung russischer Militärangehöriger +++
    Dem ukrainischen Widerstand im von Russland besetzten Mariupol ist womöglich ein Schlag gegen die russischen Invasoren gelungen. Sowohl Petro Andrjuschtschenko, ein Berater des ukrainischen Bürgermeisters der Stadt, als auch die Widerstandsgruppe "Mariupol.Widerstand" berichten in sozialen Netzwerken von der Vergiftung von 26 Militärangehörigen, die infolgedessen angeblich gestorben sind. "Sie sollten weniger essen und trinken. Obwohl, wahrscheinlich ist es umgekehrt. Wir sind bereit, die neuen russischen Soldaten und Offiziere, die zur Ausbildung und Auffrischung gekommen sind, weiter zu verpflegen", schreibt "Mariupol.Widerstand" auf Telegram. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Die russischen Besatzer hätten sich laut Andrjuschtschenko zuletzt über Tote und Verwundete beklagt. Erst vor ein paar Tagen wurden laut "Kyiv Post" im etwa 200 Kilometer entfernten Melitopol durch eine Sabotageaktion von Widerstandskräften eine Bahnstrecke und ein Zug beschädigt, der Munition und Treibstoff für die russische Armee liefern sollte.

    +++ 08:08 Ukraine meldet erfolgreiche Angriffe auf russische Stützpunkte +++
    Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben erfolgreich russische Stützpunkte in der Nähe der besetzten Städte Luhansk und Berdjansk im Osten angegriffen. Die Streitkräfte hätten dort gezielt feindliche Flugplätze und Hubschrauber attackiert, teilt das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Russischen Angaben zufolge wurden ukrainische Raketenangriffe bei der Hafenstadt Berdjansk am Asowschen Meer abgewehrt. Dies teilt der von Russland eingesetzte Statthalter in den besetzten Teilen der südöstlichen ukrainischen Region Saporischschja, Wladimir Rogow, mit.

    +++ 07:35 ISW: Russland setzt Offensive auf Awdijiwka fort - Erfolge überschaubar +++
    Die russischen Streitkräfte haben ihre Offensive in Richtung Awdijiwka laut Institut für Kriegsstudien (ISW) gestern fortgesetzt. "Wenn auch in einem relativ langsameren Tempo als bei den ersten Angriffen." Geolokalisiertes Bildmaterial zeige, dass die Kreml-Truppen geringfügig über die Straße E50, etwa drei Kilometer südlich von Awdijiwka, vorgerückt seien. Der ukrainische Generalstab habe vermeldet, dass Kiews Truppen insgesamt 22 Angriffe in Richtung Awdijiwka zurückgeschlagen hätten und damit deutlich weniger als die 30 gemeldeten Angriffe am Sonntag. Russischen Quellen zufolge erhöhen die russischen Streitkräfte die Intensität der Luft- und Artillerieangriffe auf die Siedlung, um die langsamen Bodenmanöver zu kompensieren, die laut ISW durch die starken ukrainischen Befestigungen rund um Awdijiwka erschwert werden. Während eines Treffens zur operativen Lage in der Ukraine hat der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu behauptet, die Streitkräfte hätten ihre taktischen Positionen in nicht näher bezeichneten Gebieten verbessert.

    +++ 07:07 Eingefrorene russische Milliarden für die Ukraine? Heikles Thema geht in die nächste Debatte +++
    Die Finanzminister der Europäischen Union beraten heute in Luxemburg über die geplante Reform der gemeinsamen Defizitregeln (Ratsbeginn 10.00 Uhr). Sie befassen sich unter anderem auch mit den in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerten. Da eine Weitergabe an die Ukraine auf juristische Hürden stößt, ist ein Abschöpfen der Zinsgewinne im Gespräch. Die G7-Länder halten darüber hinaus eingefrorene russische Vermögenswerte zurück, bis Moskau Reparationszahlungen an die Ukraine leistet. "Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, um sicherzustellen, dass Russland den langfristigen Wiederaufbau der Ukraine finanziert", heißt es in der Erklärung der G7-Finanzminister und Vertreter der Zentralbank nach einem Treffen in Marokko am vergangenen Mittwoch. Die Zahl beläuft sich demnach Schätzungen zufolge momentan auf rund 280 Milliarden US-Dollar. Auch hier ist unterdessen weiterhin unklar, wie ein Rechtsrahmen aussehen könnte, um der Ukraine das Geld zu überlassen.

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    +++ 06:24 Festnahme droht ihm nicht: Putin zu seltenem Auslandsbesuch gelandet +++
    Russlands Präsident Wladimir Putin ist zum Seidenstraßen-Gipfel in Peking gelandet. Der Kremlchef sei am Hauptstadtflughafen angekommen, berichtet das chinesische Staatsfernsehen. Putin wird im Rahmen des internationalen Gipfels zum chinesischen Investitions- und Infrastrukturprojekt "Neue Seidenstraße" auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping treffen. China ist ein wichtiger Partner Russlands und hat dem Land in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine bislang Rückendeckung gegeben, indem sich die Volksrepublik nach außen hin neutral positioniert. Putin reist mittlerweile wieder ins Ausland, nachdem der Internationale Strafgerichtshof im März einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erlassen hat. Eine Festnahme droht ihm in Peking allerdings nicht. China ist dem sogenannten Römischen Statut des Gerichtshofes im niederländischen Den Haag nie beigetreten und kann den Haftbefehl deshalb ignorieren.

    In vielen anderen Ländern würde man Wladimir Putin festnehmen, würde er deren Boden betreten.

    In vielen anderen Ländern würde man Wladimir Putin festnehmen, würde er deren Boden betreten.

    (Foto: via REUTERS)

    +++ 05:39 Russen versuchen in Kupiansk-Lyman durchzubrechen +++
    Russland versucht ukrainischen Angaben zufolge, die ukrainischen Verteidigungsanlagen in der nordöstlichen Region Kupiansk-Lyman zu durchbrechen. "Der Feind bereitet sich vor, er bereitet sich ernsthaft auf offensive Aktionen vor und zieht Truppen zusammen", sagt der Kommandeur der ukrainischen Bodentruppen, General Oleksandr Syrskyj, in einem Video auf Telegram. "Das Hauptziel ist es, die Verteidigung unserer Truppen zu durchbrechen und unser Territorium zurückzuerobern." Das russische Verteidigungsministerium bestätigt intensive militärische Aktivitäten in der Region. Russische Truppen hätten zehn ukrainische Angriffe im Gebiet Kupiansk und zwei weitere im benachbarten Lyman zurückgeschlagen. Die Rückeroberung der Städte Kupiansk und Lyman in der Nähe der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im vergangenen Jahr war ein wichtiger Vorstoß des ukrainischen Militärs, die russischen Truppen aus dem Donbass zu vertreiben.

    +++ 00:51 Russen beschießen Oblast Charkiw mit Raketen +++
    Russische Kräfte feuern auf den Distrikt Isjum in der Oblast Charkiw Raketen - das meldet das ukrainische Portal "Kyiv Independet" unter Berufung auf Militärquellen. Angaben über Tote oder Verletzte werden nicht gemacht. Die Raketen seien aus der russischen Stadt Walujki in der Oblast Belgorod abgefeuert worden.

    +++ 22:21 Selenskyj beschwört am 600. Kriegstag den Zusammenhalt +++
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hebt am 600. Tag des "alles umfassenden Kriegs" die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit aller Strukturen des Landes hervor. Egal ob Militär, Wirtschaft oder private Initiativen, sie alle zusammen ermöglichten den Menschen und Städten der Ukraine "ein normales Leben", sagt er in seiner allabendlichen Videoansprache. "All dies zusammen bewahrt unsere Widerstandsfähigkeit, all das zusammen gibt der Ukraine Stärke." Dabei sei auch die Unterstützung von außen wichtig, sagt er mit Blick auf sein vorangegangenes Treffen mit der US-Sonderbeauftragten für den Wiederaufbau der Ukraine, Penny Pritzker. "Ein solcher Besuch an einem solchen Tag ist ein wichtiges Signal." Vor allem die langfristig angelegten Unterstützungsprogramme für die Ukraine seien von großer Bedeutung.

    +++ 21:45 Teilung der Ukraine? Kiesewetter übt scharfe Kritik an Kretschmer +++
    CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Parteikollegen, den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer wegen dessen Haltung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Kiesewetter bezeichnet in der ntv-Sendung #beisenherz Kretschmers Überlegungen über eine Teilung der Ukraine als "schlichtweg schädlich". Es sei eine "Einladung an Putin, nur geduldig zu sein, dann wird die Ukraine geteilt". Kretschmer schade damit der CDU, seine Meinung sei dort "sehr vereinzelt". Kiesewetter wirft Kretschmer zudem vor, zu "zündeln". Der Ministerpräsident hatte wiederholt eine Teilung der Ukraine im Zuge möglicher Friedensverhandlungen mit Russland zur Beendigung des Kriegs ins Spiel gebracht. Kiesewetter sagt weiter, der Grund für solche Äußerungen sei allein die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen im kommenden Jahr.

    #beisenherz läuft heute Abend um 23:30 Uhr bei ntv, Wiederholungen am Dienstag um 5:15 und 17:10 Uhr

    +++ 21:05 Baerbock: Ukraine und Moldau können sich auf Unterstützung verlassen +++
    Außenministerin Annalena Baerbock verspricht der Ukraine und deren kleiner Nachbarrepublik Moldau trotz der Krise im Nahen Osten anhaltende Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland. "So sehr uns die Krisendiplomatie dieser Tage fordert, wir weichen keinen Zentimeter in unserer Unterstützung für die Ukraine und unsere Partner in Europas Osten wie Moldau", erklärt die Grünen-Politikerin vor ihrem Flug zur vierten Moldau-Unterstützerkonferenz. Das Treffen findet an diesem Dienstag in der Hauptstadt Chisinau statt. "Moldaus EU-Kandidatenstatus ist geopolitische Konsequenz der russischen Aggression", betont Baerbock. Moldau trotze russischen Destabilisierungsversuchen, die mit Falschmeldungen in sozialen Medien und bezahlten Demonstranten versuchten, Unruhe zu stiften.

    +++ 20:22 Selenskyj trifft US-Sonderbeauftragte - Gespräche über Energieinfrastruktur +++
    Während Russland in der beginnenden kalten Jahreszeit die gezielten Angriffe auf kritische Infrastruktur in der Ukraine wieder aufnimmt, begrüßt der ukrainische Präsident Selenskyj die US-Sonderbeauftragte für die Erholung der ukrainischen Wirtschaft. "Dieser Besuch vermittelt die Botschaft einer starken und dauerhaften Unterstützung durch die USA", schreibt Selenskyj auf X. "Wir erörterten den Schutz der ukrainischen Energieinfrastruktur vor dem nahenden Winter sowie kritische Wiederherstellungserfordernisse." Zudem erhofft sich Selenskyj mehr amerikanischen Privatinvestitionen "in langfristige Projekte in der Landwirtschaft, im Maschinenbau, in der chemischen Produktion und in anderen Bereichen unserer Wirtschaft".

    Mehr über die Ereignisse vom Vortag lesen Sie hier.

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    Author: John Dickerson

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    Name: John Dickerson

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    Job: Web Designer

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    Introduction: My name is John Dickerson, I am a steadfast, talented, transparent, Determined, fearless, capable, strong-willed person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.